Baskenland und Navarra

Kurzbeschreibung

Baskenland_2019
+++ nach Bilbao und in Guggenheims Bilderkosmos +++ Tradition und Avantgarde der Basken +++ Euskera, archaisches Sprachrätsel +++ Land der Gegensätze +++ grüne Berge, einsame Täler und die Prachtstrände von San Sebastián +++ „Guernica“ für den Frieden +++ „Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen lässt.“ (Picasso) +++ alte Fischerhäfen, einsame Bergdörfer, pittoreske Altstädte voller Authentizität und Ursprünglichkeit +++ hochstehende Kochkunst in Tavernen, Gourmetrestaurants und im Club der kochenden Herren +++ Designerhotels, königlicher Parador und ländliche Geborgenheit +++ Mit dem eBike auf malerischen Wegen durch den unvergesslichen Norden Spaniens +++

Unsere Tour durch das Baskenland und Navarra in 7 Tagen, maximal 14 Personen.


Hotellerie *****
Gastronomie ****
Kultur ***
Natur ***** !


Reisetermine 2019
EBA1: Samstag, 25.5. bis Samstag, 1.6.2019
EBA2: Samstag, 1.6. bis Samstag, 8.6.2019
EBA3: Samstag, 5.10. bis Samstag, 12.10.2019

Reisepreis
Preis pro Person im DZ für 7 Übernachtungen mit Halbpension, eBike, Eintritte, Transfers, Führungen: 1870 €
Einzelzimmerzuschlag: 410 €
Nicht enthalten sind das Mittagessen, Getränke sowie Ihre persönlichen Ausgaben und ggf. An- und Rückreise.

Flug
Zielflughafen Bilbao ab/bis München (nach Verfügbarkeit): 410 €
Zuschlag für andere deutsche Flughäfen: 90 €
Flüge ab Flughäfen in Österreich oder der Schweiz auf Anfrage.

Teilnahmebedingungen
Das Arrangement beinhaltet oben genannte Leistungen. Es gelten unsere AGBs.

Programm

Eine eBike Reise reich an Kultur und Tradition und wilden Naturschönheiten. Grüne Berge, einsame Täler und prachtvolle Strände, geschätzt von Königinnen, Malern und Dichtern. Leidenschaft für Wellen und Kunst. Alte Fischerhäfen, einsame Bergdörfer, pittoreske Altstädte voller Authentizität und Ursprünglichkeit. Mit dem eBike auf malerischen Wegen durch den eigenwilligen Norden Spaniens.

Anreisetag am Samstag nach Bilbao.

Flug
Von Ihnen oder auf Wunsch von pedelon gebucht. Hin- und Rückflug nach/von Bilbao mit Lufthansa direkt von München bzw. mit Umsteigen von fast jeder deutschen Stadt.

Zug
Von Deutschland, Österreich und der Schweiz fährt man mit dem Zug bei mehrmaligem Umsteigen zwischen 9 und 12 Stunden bis nach Bilbao. Von Hamburg und Berlin sind es ca. 12 Stunden, zweimaliges Umsteigen ist aber unvermeidbar. Nähere Informationen unter www.bahn.de.

PKW
Es gibt nach Bilbao durchgehende Autobahnverbindungen. Von Berlin sind es 2.000, von Frankfurt 1.500, von München 1.600 und von Hamburg 1.800 Kilometer. Die Wagenunterstellung ist während der Radreise am Flughafen Bilbao möglich (ca. € 80/Woche).

Mit der Buchungsbestätigung werden die “pedelon Reiseinformationen“ versendet, die nützliche Hinweise zur Anreise nach Bilbao und sonstige Tipps rund um die Reise enthalten.


0_Samstag_Bilbao | eBike Reise Baskenland und Navarra
Guggenheim-Museum in Bilbao.

Anreise mit Lufthansa oder mit dem eigenen Wagen nach Bilbao. Mit dem Shuttlebus ist man in einer knappen halben Stunde vom Flughafen in der Stadt, der Haltepunkt des Busses ist nur wenige Meter vom Hotel entfernt. Das pedelon Partnerhaus „Hotel Miró“ ist eines der besten Herbergen der Stadt und besticht durch sein modernes Design. Einige Zimmer haben Blick auf das Guggenheim-Museum, dessen ständige Ausstellung fast ausschließlich Kunst aus dem 20. Jahrhunderts umfasst. Um 18 Uhr wartet die einheimische Stadtführerin in der Hotelhalle und lädt zu einem interessanten Stadtrundgang in der Altstadt ein. Der Rundgang endet an einem Restaurant, das bekannt ist für seine ausgezeichneten baskischen Spezialitäten.


1_Sonntag_Estella | eBike Reise Baskenland und Navarra
Mittelalterliche Brücke über den Río Ega in Estella.

1. Tag, Sonntag: Bilbao – Estella, 42 km
Nach dem ausgiebigen Frühstück fährt der Charterbus in gut eineinhalbstündiger Fahrt von Bilbao in die Sierra de Urbasa. Auf der menschenleeren Hochebene mäandert der Radweg durch 100-jährige Buchenwälder, grüne Wiesen und bizarre Felsformationen. Mit etwas Glück begegnet man dem hier lebenden Gänsegeier, der eine Spannweite von fast drei Meter hat und ein Gewicht von fast 12 Kilo erreichen kann. In gemütlicher Abfahrt wird der Gebirgszug de Urbasa verlassen und die trockenere Klimazone der Zona Media erreicht. Herrliche Ausblicke auf die groteske Felslandschaft der Sierra de Santiago de Loquiz und kleine pittoreske Dörfer sind ständige Wegbegleiter auf der Etappe nach Estella, das am späten Nachmittag erreicht wird. Mit dem Rad wird die Altstadt erkundet, der einzig erhaltene romanische Profanbau Navarras liegt ebenso auf der Besichtigungstour wie der Palast der Herzöge von Granada de Egat. Der im 12. Jahrhundert errichtete Prachtbau dient heute als „Gustavo de Maeztu-Museum“. Auf dem Weg zurück zum Hotel liegt die sehenswerte Hauptkirche Estellas, San Pedro el Mayor, die aus dem 13. Jahrhundert stammt und über einen besonders schmuckvollen Barockaltar verfügt. Radlerisch endet der Tag beim Hotel Tximista, ein gekonnt umgebauter Getreidespeicher mit komfortablen Zimmern und interessantem Design. Zum Abendessen trifft man sich in einer der besten Tavernen Estellas.


Festung von Artajona.

2. Tag, Montag: Estella – Olite, 50 km
Am Vormittag fährt der Charterbus in einer halben Stunde in die Sierra del Perdón. Mit dem eBike bergab beginnt die heutige Etappe. Sie führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Seen, scheinbar unendlichen Weiden und Kiefernwäldern nach Puenta de la Reina, bedeutende Pilgerstadt auf dem „camino“ nach Santiago de Compostela. Mit ihren prachtvollen Kirchen und reich verzierten Patrizierhäusern zählt sie zu den städtebaulichen Schmuckstücken Navarras. Über die mächtige romanische Brücke, die mit vier Bögen den Fluss Arga überspannt, geht es weiter nach Artajona, der sagenumwobenen mittelalterlichen Festung. Die wehrhafte Burg aus dem 11. Jahrhundert überragt herrschaftlich die kleine Ortschaft. Nach einer längeren Steigung, die mit den eBikes zum Vergnügen wird, führen die für heute letzten Kilometer über landschaftlich intensiv genutzte Flächen nach Olite, dem ehemaligen Sitz des navarresischen Hofs. Der prachtvolle Königsplast ist schon seit 1925 unter Denkmalschutz und zählt zu den bedeutendsten gotischen Profanbauten Europas. Heute dient er als noble Herberge und verfügt über komfortable Zimmer in historischen Gemäuern. Zum Abendessen trifft man sich im geschichtsträchtigen Restaurant des Paradors.


3_Dienstag_SanMiguel | eBike Reise Baskenland und Navarra
Wolkenfetzen in der Umgebung des Klosters San Miguel.

3. Tag, Dienstag: Olite – Vera di Bidasoa, 85 km
Nach dem königlichen Frühstück im Parador beendet der Charterbus den Ausflug ins Navarra und fährt in eineinhalb Stunden in das Aralar Massif, inmitten des Baskenlands gelegen. Der Ausblick ist einmalig, und nicht weniger faszinierend ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Klosteranlage San Miguel in Excelsis. Das romanische Retabel im Chor gilt als eine der wichtigsten europäischen Emaillearbeiten des Mittelalters. Die Strecke nach Vera di Bidasoa ist mit den eBikes ein reiner Genuss. Insgesamt 40 Kilometer Abfahrt in das ursprüngliche Valle del Río Ezkurra führen in einen besonders authentischen Teil dieser nach Unabhängigkeit strebenden Region. Ob die Etxeak, die klassischen baskischen Häuser in ursprünglichen Gebirgsdörfern oder einsame Gutshöfe mit blutrotem Bundwerk, hier sieht und spürt man allerorts die eigenständige Kultur der Basken. Eine ehemalige Bahnstrecke dient als verkehrsfreier Radweg nach Vera de Bidasoa. Tagesziel ist das Hotel „Churrut“, ein besonders geschmackvoll eingerichtetes Haus aus dem 18. Jahrhundert, das über eine feine landestypische Küche verfügt.


4_Mittwoch_StJean | eBike Reise Baskenland und Navarra
Fischerhafen in St Jean-de-Luz.

4. Tag, Mittwoch: Vera di Bidasoa – St Jean-de-Luz, 41 km
Am Morgen wird Vera di Bidaso auf stetig ansteigender Route verlassen. Die 150 Höhenmeter zu bewältigen ist mit den frisch aufgeladenen eBikes ein großes Vergnügen. Auf der kleinen Passhöhe angekommen, hat man einen herrlichen Ausblick auf den französischen Teil des Baskenlands. Im beschaulichen Sare, dem ersten Ort auf französischer Seite und bekannt als Geburtsort des „gateau basque“, einer regionalen Mandelkuchenspezialität, wird der Unterschied zwischen dem spanischen, sehr ursprünglichen, etwas ärmlichen Baskenland und dem französischen akkuraten, wohlhabenden „pays basque“ deutlich. Am Nachmittag wird am Fuße des 900 m hohen Rhune das Städtchen Ascain erreicht, ein beliebter Ausflugsort im Hinterland der atlantischen Küste. Hier ist es besonders lohnenswert etwas länger zu verweilen. Viele reich verzierte Herrenhäuser, alte Frontons, die Spielfelder des baskischen Nationalsports Pelota schmücken diesen malerischen Ort. Die letzten Rad-Kilometer nach St Jean-de-Luz führen auf kleinen Wegen, vorbei an neun Mühlen, in die mondäne Hafenstadt des französischen Südwestens.
Bevor das charmante und besonders freundlich geführte „La Devinière“ die heutige Etappe beschließt, bietet sich der Besuch der Kirche an. In diesem imposanten Gotteshaus heiratete Ludwig XIV. Maria Theresa von Spanien. Zum Diner geht es in eines der besten Restaurants der Stadt, inmitten der Altstadt gelegen.


5_Donnerstag_SanSebastian | eBike Reise Baskenland und Navarra
Eduardo Chillidas „Windkämme“ am Strand von San Sebastián.

5. Tag, Donnerstag: St Jean-de-Luz – San Sebastián, 41 km
Aus dem langsam erwachenden St-Jean-de-Luz führt die morgendliche Radstrecke in Richtung Hendaye. Immer in der Nähe der Küste des Golfs von Biskaya bleibend, wird nach zwei Stunden Radeln und einer charmanten Fährfahrt nach Hondarribia wieder spanisches Baskenland erreicht. Vom 543 m hohen Jaizkibel geht es über eine lange Abfahrt mit herrlichen Ausblicken auf die unendlichen Weiten des Atlantiks nach Pasaia. Das malerische Hafenstädtchen ist unübersehbar eine Hochburg der baskischen Nationalisten. Unzählige baskische Fahnen und politische Graffiti zieren Häuserwände und Balkons. Mit einer Fähre wird das natürliche Hafenbecken überquert, und auf einem schmalen Wanderweg geht es auf den Monte Ulia. Von hier oben hat man einen grandiosen Blick auf San Sebastián und die berühmte Concha-Bucht. Nach der Abfahrt, vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie u.a. der Kathedrale Buen Pastor und dem Palacio Miramar, der ehemaligen Sommerresidenz der spanischen Königin Maria Christina von Österreich, wird als Tagesziel das Hotel „Barceló Costa Vasca“erreicht. Zum Diner geht es zu Fuß in die belebte Altstadt in eine typische baskische Taverne mit hervorragendem Essen. Nicht umsonst gilt San Sebastián als die kulinarische Hochburg Spaniens.


Die Kapelle San Juan de Gaztelugatxe.

6. Tag, Freitag: San Sebastián – Bilbao, 36 km
Am Morgen fährt der Charterbus von San Sebastián nach Gernika. In der heiligen Stadt der Basken wurden seit dem Mittelalter Ratsversammlungen abgehalten. Die kastilischen Könige schworen unter der Eiche von Gernika, dem ehrwürdigen Nationalsymbol, die besonderen Autonomiegesetze der Basken zu achten und zu wahren. Im spanischen Bürgerkrieg wurde die Stadt am 26. April 1937 durch Flugzeuge der deutschen Legion Condor bombardiert. Pablo Picasso verarbeitete die Schrecken dieses Angriffs in seinem berühmten Bild. Die heutige kurze, aber hügelige Etappe führt größtenteils entlang der wilden baskischen Küste in Richtung der einzigartigen Kapelle San Juan de Gaztelugatxe. Sie thront spektakulär auf einem Felsen mitten im Meer und ist nur durch einen längeren, beschwerlichen Fußweg auf einer Steintreppe zu erreichen, die sich in Serpentinen den Felsen zur Kapelle hinauf schlängelt. Die letzten etwas verkehrsbelasteten Kilometer des heutigen Tages geht es per kurzem Zwischentransfer zum Tagesziel nach Getxo. Unweit des alten Hafens von Bilbao liegt das komfortable „Ercilla Embarcadero“. Die modern ausgestatteten Zimmer haben fast alle Meerblick. Zum Abendessen trifft man sich in einem der besten Restaurants Getxos, ein würdiger Abschluss dieser an Eindrücken überreichen pedelon eBike Reise.


7_Samstag_Puente | eBike Reise Baskenland und Navarra
Die Puente de Vizcaya bei Getxo.

7. Tag, Samstag: Bilbao
Je nachdem welcher Flug gebucht worden ist, bietet Gexto bzw. Bilbao viel Interessantes, um den Vormittag oder bei späten Heimflügen den ganzen Tag zu gestalten. Frühe Flüge, bzw. der Flughafen von Bilbao, werden problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Metro und Shuttlebus) in etwa einer Stunde erreicht. Die Kosten für ein Taxi zum Flughafen belaufen sich auf ca. 20 €.
Am Vormittag bietet es sich an, die gut 2 km zur Puente de Vizcaya zu spazieren. Sie wurde im Jahr 1893 von der UNESCO zum Weltkulturerbe in der Kategorie Industrielles Erbe erklärt. Sollte es der Zeitplan zulassen, bietet es sich außerdem an,  die ständige Ausstellung des Guggenheim Museum zu besuchen.

Termine und Buchung

Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Verfügbarkeit

stufe_grün_winzigAuf diesen Reisen sind noch ausreichend Plätze frei.

stufe_gelb_winzigAuf diesen Reisen sind nur noch wenige Plätze frei.

stufe_rot_winzigDiese Reisen sind ausgebucht.

(Zuschlag pro Person 410 €)

(pro Person 1870 €)





Der letzte Schritt
Dies ist der letzte Schritt Ihres Buchungsauftrags. Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird er uns übermittelt. Sollten dabei Probleme auftauchen, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@pedelon.com oder rufen Sie uns an - wir helfen gerne weiter. Durch Absenden Ihres Buchungsauftrags werden Ihnen - Verfügbarkeit vorausgesetzt - die gewünschten Plätze reserviert. Die Bezahlung des Reisepreises ist per Überweisung oder Bankeinzug möglich. Je nach gewünschter Zahlungsweise bitten wir Sie um Angabe der erforderlichen Daten. Alle Angaben zu Ihrer Buchung werden per sicherer Verschlüsselung übermittelt. Die Bezahlung Ihrer Reise erfolgt mit einer Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises nach erfolgter Teilnahmebestätigung und der Restzahlung bei Versand der letzten Unterlagen wenige Wochen vor Reisebeginn.

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Preis für die von Ihnen gewünschte Buchung: 1870.00

Hotels

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Inspiration


Bilbao im Zeitraffer
Auch, wenn es auf den ersten Blick als Spielerei erscheint: Paradoxerweise ermöglicht gerade die Zeitraffer-Technik einen Blick auf die Stadt, der sich im wahrsten Sinne des Wortes über das alltägliche Gewimmel erhebt und das einzigartige Flair Bilbaos einfängt.


 

Das Baskenland in Spanien (Dokumentation auf arte, 2015)
Identität und Sprache scheinen die Lieblingsthemen der Basken zu sein: Ob an der rauen Küste der Biskaya oder im bergigen Hinterland, Basken sind stolz auf ihr Brauchtum und ihre Kultur. Sie messen sich gerne in sportlichen Wettbewerben wie dem Steinheben, um ihre Kraft und ihr Stehvermögen zu demonstrieren. Voltaire bezeichnete die Basken als „ein Volk, das am Fuße der Pyrenäen tanzt“. Tatsächlich werden unzählige uralter Tänze noch immer getanzt – oder wie in den Choreographien der Truppe Oinkara selbstbewusst mit Avantgarde vermischt.
Die Dokumentation begegnet Schafhirten, die in den Pyrenäen die Transhumanz, die traditionelle Wanderweidewirtschaft, lebendig halten, und in der Schlucht von Arbayún Extrembergsteigern, die nicht nur die Steilwände des Canyons erklimmen, sondern auch als Industriekletterer die Fassaden des Guggenheim-Museums auf Hochglanz bringen. Der futuristische Museumsbau ist das Wahrzeichen von Bilbao. Das einstige Zentrum der Kohle- und Eisenindustrie ist heute ein Magnet für Kunst- und Architekturliebhaber.
Die zweitwichtigste Stadt des spanischen Baskenlandes, San Sebastián, darf sich ab 2016 mit dem Titel Kulturhauptstadt schmücken. Sie liegt hinter der in Form eines perfekten Halbmondes geschwungenen Muschelbucht und ist nicht nur Surf-Touristen, sondern vor allem auch Gourmets bekannt. Denn gemessen an der Einwohnerzahl hat San Sebastián mehr Michelin-Sterne als Tokio oder Paris. Im Restaurant Arzak erwarben sich die Inhaber ihre Sterne mit Gerichten, deren Namen oft von der atemberaubenden baskischen Landschaft inspiriert sind.


 

Das Baskenland in Frankreich (Dokumentation auf arte, 2015)
Nur ein Sechstel des Baskenlandes liegt in Frankreich. Die kleine Region zwischen dem Atlantik und den Ausläufern der Pyrenäen ist dennoch voller Kontraste: Die mondäne Küstenregion mit den hippen Surferhochburgen um Biarritz und das ursprüngliche Hinterland könnten verschiedener nicht sein. Die Dokumentation besucht die Region und stellt Land und Leute vor.
Der Ururenkel eines der ersten Strandfotografen träumt sich in die Zeit, als die gekrönten Häupter Europas Biarritz als Sommerresidenz wählten und das Baden als gesundheitsförderlich entdeckten, während nebenan in Anglet ein Profisurfer das Lebensgefühl von heute beschreibt. Doch nicht nur für Surfer ist die Gegend das reinste Paradies: Zwei Jungunternehmerinnen nutzen die Hafenkulisse von Saint-Jean-de-Luz als Laufsteg für ihre flippigen Espadrilles. Von Bayonne aus, der Hauptstadt des französischen Baskenlandes, trägt eine Popsängerin die baskische Sprache in die ganze Welt.
Das grüne Hinterland ist im Gegensatz zur Küste vom Tourismus noch wenig berührt. In den letzten Jahren hat es sich zu einem Schlaraffenland der modernen regionalen Küche entwickelt. Sei es der berühmte Kintoa-Schinken oder der Piment d’Espelette, eine ursprünglich aus dem heutigen Mexiko stammende Paprikapflanze, die vor allem in der Gegend um Espelette kultiviert wird – die Region exportiert seine nachhaltigen Agrarprodukte inzwischen weltweit.
Die Dokumentation zeigt, wie sich die Basken in Frankreich darauf verstehen, aus der eigenen Tradition das Potenzial für Kreativität und erfolgreiche Wirtschaftskonzepte zu ziehen.


 

Sarah Wiener, Die Ehre der Basken (Dokumentation auf arte, 2015)
Sarah Wiener begibt sich in dieser Folge ihrer „Kulinarischen Abenteuer“ auf die Suche nach den Geheimnissen der baskischen Küche.