Grands Causses und Aubrac

Kurzbeschreibung

Reiseverlauf Grands Causses und Aubrac 2018.

+++ Studentenleben in Montpellier +++ Radeln durch tiefe Flusscanyons und die Berge der Grands Causses +++ schärfer als die Schwerter der Templer schneiden die Klingen von Laguiole +++ lebendige Mythen und heißer Aligot +++ Cantal, Pérail, Thérondel, Bleu de Caussee, Roquefort. „Wie soll ich ein Land regieren, in dem es mehr Käsesorten als Tage im Jahr gibt?“ (Charles de Gaulle) +++ zauberhafte Herrenhäuser und archaische Dörfer +++ eine unvergessliche Reise in kleiner Runde zu den Naturschauspielen der Grands Causses und des Aubrac +++

In kleiner Runde über die Grands Causses und den Aubrac
in 7 Tagen, max. 10 Personen. Drei Doppelübernachtungen.


Hotellerie ****
Gastronomie ****
Kultur ***
Natur ***** !

 

 


Reisetermine 2018
FGA1: Samstag, 16.06. bis Samstag, 23.06.2018
FGA2: Samstag, 23.06. bis Samstag, 30.06.2018
FGA3: Samstag, 01.09. bis Samstag, 08.09.2018

Reisepreis
Pro Person im Doppelzimmer für 7 Übernachtungen mit Halbpension, eBike, Eintritte, Transfers, Führungen, individuelle Anreise: 1830 €
Einzelzimmerzuschlag: 470 €
Nicht enthalten sind das Mittagessen, Getränke sowie Ihre persönlichen Ausgaben und die An- und Rückreise.

Flug
Zielflughafen Montpellier ab/bis Düsseldorf (nach Verfügbarkeit): 370 €
Flüge für andere deutsche Flughäfen, sowie in Österreich und der Schweiz auf Anfrage.

Teilnahmebedingungen
Das Arrangement beinhaltet oben genannte Leistungen. Es gelten unsere AGBs.

Programm

Eine Reise per eBike durch grandiose Landschaften mit unvergesslichen Weitblicken und engen Flusscanyons, auf menschenleeren Wegen zu pittoresken Dörfern. Wohnen in komfortablen Herrenhäusern und verwunschenen Schlössern, reisen in kleiner Runde in einer noch unberührten Region im Südwesten Frankreichs.

Die Anzahl der Gäste ist bei dieser Reise aufgrund der besonderen Hotellerie auf 10 Teilnehmer begrenzt.

Anreise am Samstag nach Montpellier

Mit dem Flugzeug
Von Ihnen oder auf Wunsch von pedelon gebucht. Hin- und Rückflug mit Lufthansa und eurowings nach/von Montpellier von/nach Düsseldorf. Mit dortigem Umsteigen gibt es Verbindungen von fast jeder deutschen Stadt.

Mit der Bahn
Von Köln, München und Stuttgart benötigen Sie mit dem Zug bei einmaligem Umsteigen zwischen 9 und 12 Stunden bis nach Montpellier. Von Hamburg und Berlin sind es ca. 12 Stunden, zweimaliges Umsteigen ist dabei unvermeidbar. Nähere Informationen unter www.bahn.de

Mit dem Wagen
Es gibt durchgehende Autobahnverbindungen nach Montpellier. Die Wagenunterstellung während der Radreise ist in einem öffentlichen Parkhaus unweit des Hotels möglich (ca. 70 € /Woche).

Mit der Buchungsbestätigung werden die „pedelon Reiseinformationen“ versendet, die nützliche Hinweise zur Anreise nach Montpellier und sonstige Tipps rund um die Reise enthalten.


In den Gassen von Montpellier.

In Montpellier erwartet das charmante Hotel „Le Guilhem“ die pedelon-Gäste. Das kleine Stadthotel in einem ehemaligen Stadtpalais verfügt über geschmackvoll designte Zimmer. Um 19 Uhr Treffen in der Hotelhalle zum abendlichen Stadtrundgang durch das pulsierende Montpellier. Vorbei an der Kathedrale Saint Pierre, dem berühmten botanischen Garten Jardin des Plantes und dem Aquädukt de Saint-Clément endet die Stadtführung in der Altstadt an einem beliebten Abendrestaurant.


 

Blick in den Cirque de Navacelles.

1. Tag, Sonntag: Montpellier – Le Cros – Cirque de Navacelle – Le Cros, 40 km
Am Morgen fährt der Bus in einer guten Stunde auf den Causse de Larzac. In Le Cros erstes Kennenlernen der eBikes und gemütliches Einradeln bei einer Rundfahrt auf dem Larzac, der südlichsten Kalkhochfläche der Grands Causses, die seit 2012 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Sie liegt zwischen 650 und 1.200 Meter über dem Meeresspiegel und wird im Norden von der fast 500 Meter tiefen Tarn-Schlucht, im Osten von der Dourbie-Schlucht und den Cevennen begrenzt. Die Radetappe führt durch karge, trockene und fast menschenleere Landschaft, der Wachholder und die Steineiche sind ständige Wegbegleiter. Ab und an begegnet man pittoresken Weilern und kleinen Dörfern, die durch ihren eigenen, regionalen Baustil eine eigenständige Formensprache sprechen. Unvermittelt taucht an der Radstrecke ein grandioses Naturschauspiel auf, der Cirque de Navacelle. Der gewaltige Talkessel wurde von dem Flüsschen Vis geformt, der hier einen Zwangsmäander durchbrochen und seinen Lauf in einem Wasserfall abgekürzt hat. Wegen seines malerischen, oft schluchtartigen Tales und seiner Beliebtheit als Badegewässer wird der Canyon gerne besucht.
Auf verschwiegenen Wegen, auf denen man nur selten einem Auto begegnet, geht es zum Château du Cros, der komfortablen Herberge für die nächsten zwei Tage. Die fünf komfortablen Zimmer der wehrhaften Burg sind geschmackvoll mit Antiquitäten, aber auch mit modernen Möbeln eingerichtet. Am Abend kocht die Schlossherrin, Madame de Lourtioux, im Kamin des Rittersaals der ehemaligen Festung.


 

Überall finden sich Zeichen der Templer.

2. Tag, Montag: Le Cros – Roquefort – Le Cros, 52 km
Die heutige Etappe beginnt mit einer Besichtigung von La Couvertoirade, einem Templerdorf aus dem 12. Jahrhundert. Das Besondere an diesem mittelalterlichen Kleinod ist die Geschlossenheit der Architektur. Am Rand der Hochebene entlang führt der meist flache Weg nach Ste Eulalie de Cernon. In dem malerischen Ort befand sich einst die Commanderie der Templer, von der aus sie ihre Besitzungen auf dem Larzac verwalteten. Nach dem Spaziergang durch den hübschen Ort mit seinen kleinen Gassen und Plätzen führt der Weg entlang des Cernon flussabwärts in Richtung Roquefort-sur-Solzon. Seit Urzeiten wird in den Höhlenlabyrinthen des Ortes der berühmte Käse aus Schafsmilch gemacht. Während der Besichtigung einer Roquefortkäserei erfährt man vieles über diese aufwendige Käseherstellung.
Am Spätnachmittag, nach einem kleinen Zwischentransfer, wird wieder das Château du Cros erreicht, wo am Abend Madame ihre Gäste erneut vorzüglich bewirten wird. Bei schönem Wetter wird das Diner auf der Terrasse mit Blick auf den Schlosspark genossen.


 

Hochebene im Aubrac.

3. Tag, Dienstag: Le Cros – St Urzice, 52 km
Am Morgen fährt der Bus über den berühmten Viadukt von Millau. Von Norman Foster entworfen, ist sie mit 2,5 km Länge und einer maximalen Pfeilerhöhe von 365 m die weltgrößte Schrägseilbrücke. Nach einem Fotostopp wird wenig später der Aubrac erreicht. Diese beinahe baumlose, leicht gewellte Hochebene erinnert an eine Prärie und ist für Frankreich eher untypisch. Der Aubrac ist dünn besiedelt und wird nur zur Rinderzucht genutzt. Außer dem gleichnamigen Dorf gibt es fast nur Einzelhöfe und ehemalige, heute unbewohnte Hütten für Hirten. Nach einigen Kilometern mit dem eBike taucht das mächtige „Chateau de la Baume“ am Wegrand auf. Auf einer Seehöhe von 1.200 Metern erbaut, ist es das höchst gelegene Schloss Frankreichs. Der leicht strenge und imposante Bau stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist als „Versailles von Gévaudan“ bekannt. Am frühen Abend erwartet Fred Remise in St Urzice, mitten auf dem Aubrac, in einem sorgfältig restaurierten Herrenhaus seine Gäste. Sein luxuriöses Gästehaus verfügt über fünf geschmackvoll eingerichtete Zimmer, alle mit großen Badezimmern ausgestattet. Fred ist eine im Aubrac allbekannte Person, die sich mit viel Engagement um „seine“ Region kümmert. Vor dem landestypischen Abendessen macht er gerne eine kleine Führung durch die wunderschöne, aus dem 13. Jahrhundert stammende Dorfkirche.


 

Schmiedekunst aus dem Aubrac.

4. Tag, Mittwoch: St Urzice – Laguiole – St Urzice, 51 km
Nach dem Frühstück in historischen Mauern wird über einsame Wege mit herrlichen Ausblicken in die Weite des Aubracs nach Laguiole geradelt. Berühmt wurde der lebendige Ort durch seine traditionsreichen Messermanufakturen, die hier schon seit dem 18. Jahrhundert Taschenmesser herstellen. Eine Biene prunkt auf dem Messerrücken als Markenzeichen, typisch sind aber auch die individuellen Verzierungen des Federrückens sowie ein Kreuz aus kleinen Nägeln. Es heißt bis heute, dass Hirten die Messer in die Erde stecken, um vor diesem Kreuz zu beten. Besonders interessant ist die Besichtigung der Schmiede „La Forge Laguiole“. Hier kann man sich in die Geheimnisse der Schmiedekunst einer der traditionsreichsten Familienbetriebe einweihen lassen. Kurz nach Verlassen des geschäftigen Laguiole ist man wieder auf wildromantischen, einsamen Wegen in Richtung St Urzice unterwegs. In der Ortschaft Aubrac Zwischenstopp bei Germaine, um den besten Kuchen der Region zu probieren und die wunderschöne Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert, „Eglise Notre-Dame-des-Pauvres“, zu besichtigen. Am Spätnachmittag ist man wieder zurück im Gästehaus von Monsieur Remise. Zu einem ganz besonderen Abendessen lädt ein Buron mit Spezialitäten in bester Qualität ein. In den ehemaligen Schutzhütten der Schäfer wird noch heute am offenen Feuer gekocht. Ein unvergessliches Erlebnis.


 

5_Donnerstag_Tarn | eBike Reise Grands Causses und Aubrac
Malerische Brücke über den Tarn.

5. Tag, Donnerstag: St Urzice – Roziers, 49 km
Am Vormittag führt eine lange Abfahrt vom Hochplateau des Aubracs nach Canourgue. Der malerische Ortskern lädt zum Bleiben ein, bevor der Begleitbus und ein Taxi die Radler auf ca. 900 m Seehöhe bringt, mitten auf den Causse de Sauveterre. Er zählt zu den vier Hochplateaus der Grands Causses und unterscheidet sich von den anderen durch seine unwirtliche Kargheit. Bizarre Felsformationen und scheinbar unendliche Steinfelder sind Begleiter bis zum grandiosen Ausblick in den Canyon des Tarns. Auf der langen Abfahrt ins Tal ändert sich zusehends das Landschaftsbild. Fruchtbare Wiesen und Auen tauchen auf, atemberaubende Felswände bestimmen nun das Bild. Selbst die Architektur wird reicher und verspielter. Häuser sind plötzlich keine Seltenheit mehr, viele Dörfer säumen nun den Talgrund. Am Nachmittag wird Ste Énemie erreicht, das schon mehrmals als schönstes Dorf Frankreichs ausgezeichnet worden ist. Von hier aus sind es noch 20 Kilometer bis zum Tagesziel „Le Rozier“ am Zusammenfluss von Jonte und Tarn. Das moderne „Grandhotel de la Muse et du Rozier“ ist ein Viersternehaus mit einem feinen Hotelrestaurant und jeglichem Komfort (Schwimmbad).


 

6_Freitag_Jonte | eBike Reise Grands Causses und Aubrac
Felsformationen im Tal der Jonte.

6. Tag, Freitag: Rozier – Causse de Méjean – Roziers, 65 km
Nach dem Frühstück wird nach einstündiger Busfahrt der Causse de Méjean erreicht. Menschenleere Nebenstraßen und Wege führen nach Nîmes-le-Vieux, einem bizarr geformten Felsenmeer, dessen Silhouette in abendlicher Dämmerung an die Südfranzösische Metropole erinnert. Zumindest sollen die königlichen Truppen während der Religionskriege diesen Ort mit Nîmes verwechselt haben. Über die Einöde und entlang schier unendlicher Trockensteinmauern, macht die Etappe halt an der wunderbar erhaltene Ferme Caussenarde. Das kleine Museum zeigt anschaulich das entbehrungsreiche Leben auf dem Causse de Méjean. Sollte es der Zeitplan zulassen, kann bevor zurück nach Rozier geradelt wird, eine der besten Käsereien des Causse de Méjean besucht werden. In der Fromagerie de Hyelzas werden fünf verschiedene Käsesorten produziert, die überregional einen ausgezeichneten Ruf haben. Am Spätnachmittag geht es mit den eBikes vom Causse Méjean hinab in das wildromantische Tal der Jonte. Das „Grand Hotel de la Muse et Rozier“ wird nach einer fast 20 km langen Abfahrt, die auf halber Strecke nur kurz von einem Gegenanstieg unterbrochen wird, am Spätnachmittag erreicht. Zum Abschlussdiner Treffen in Rozier in einem familiengeführten, von Einheimischen sehr geschätzten und oft besuchten Restaurant. Bei einem Spitzenmenü mit regionalen Spezialitäten wird der Abschluss einer an Eindrücken überreichen Reise gebührend gefeiert.


 

7_Samstag_Montpellier | eBike Reise Grands Causses und Aubrac
Montpellier.

7. Tag, Samstag: Roziers – Montpellier
Ein Bus fährt im Laufe des Vormittags zurück nach Montpellier zum Flughafen oder zum Parkplatz, falls Gäste mit dem eigenen PKW angereist sind.
Wenn es die Abflugzeiten zulassen, kann man die Koffer im Starthotel deponieren und bis zur späten Abflugzeit diese sehenswerte Stadt erkunden. Oder man checkt die Koffer schon mal ein und fährt mit dem Shuttle und der Straßenbahn zurück ins Zentrum. Zum oder vom Flughafen Montpellier sind es nur 11 km, und in ca. 20 Minuten ist man mit dem Taxi in der Stadt oder zurück am Flughafen.
Ideal um etwas Zeit zu überbrücken ist ein Besuch des Musée Fabre. Es wurde 1825 von dem Maler François-Xavier Fabre gegründet. Das Museum beherbergt etwa 1.800 Gemälde, 4.000 Zeichnungen, 1.500 Grafiken und einige hundert Skulpturen. Seit der Wiedereröffnung 2007 werden in der Präsenzausstellung etwa 800 Objekte gezeigt. Es sind u.a. Werke von Gustave Courbet, Frédéric Bazill und Pierre-Auguste Renoir ausgestellt.

Termine und Buchung

Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.

Verfügbarkeit

stufe_grün_winzigAuf diesen Reisen sind noch ausreichend Plätze frei.

stufe_gelb_winzigAuf diesen Reisen sind nur noch wenige Plätze frei.

stufe_rot_winzigDiese Reisen sind ausgebucht.

(Zuschlag pro Person 470 €)

(pro Person 1830 €)





Der letzte Schritt
Dies ist der letzte Schritt Ihres Buchungsauftrags. Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird er uns übermittelt. Sollten dabei Probleme auftauchen, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an info@pedelon.com oder rufen Sie uns an - wir helfen gerne weiter. Durch Absenden Ihres Buchungsauftrags werden Ihnen - Verfügbarkeit vorausgesetzt - die gewünschten Plätze reserviert. Die Bezahlung des Reisepreises ist per Überweisung oder Bankeinzug möglich. Je nach gewünschter Zahlungsweise bitten wir Sie um Angabe der erforderlichen Daten. Alle Angaben zu Ihrer Buchung werden per sicherer Verschlüsselung übermittelt. Die Bezahlung Ihrer Reise erfolgt mit einer Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises nach erfolgter Teilnahmebestätigung und der Restzahlung bei Versand der letzten Unterlagen wenige Wochen vor Reisebeginn.

Hiermit stimmen Sie unseren AGBs zu.
(Bitte Kästchen auswählen zur Zustimmung).


Preis für die von Ihnen gewünschte Buchung: 1830.00

Hotels

zum Ausdrucken

Hier können Sie die Reisebeschreibung als pdf zum Ausdrucken herunterladen: Download

Inspiration


Aubrac
Eindrucksvolle Drohnen-Aufnahmen des Aubrac aus der Serie Cap Sud Ouest auf France 3.


 

Causse de Larzac
Aus der selben Reihe Aufnahmen aus der Vogelperspektive vom Hochplateau des Larzac und den Templerstädtchen Ste Eulaie und La Couvertoirade.


 

Die scharfen Klingen der Auvergne (Arte, 2016)
Das legendäre und unverkennbare Laguiole-Messer hat in Zentralfrankreich seine Wurzeln – und seine Meister. „360° – GEO Reportage“ schaut in die Werkstätten der berühmten Messermeister in der Auvergne, einer der atemberaubendsten Regionen Frankreichs.
„Die Jungen im Alter meiner Kinder, die pfeifen auf Messer und Messermacher, die haben kein Messer in ihrer Tasche, die haben ihre iPhones und solche Dinge – das ist ein anderes Leben“, sagt Charles Couttier, eine Berühmtheit unter den Messermachern der Auvergne. Das Traditionshandwerk bewegt sich in Laguiole und Thiers „auf Messers Schneide“, denn verlassen sind die schiefen Gassen mit ihren einst üppigen Schaufensterauslagen, viele ehemals florierende Traditionsbetriebe stehen still. Und doch kämpft eine Handvoll großer Meister in der Region um die Zukunft des Taschenmessers.
Der 43-jährige Cyril Ganivet ist ein Quereinsteiger in der Branche. Noch vor Jahren war er ein hochbezahlter Manager, bis er seinen Job an den Nagel hängte, einen maroden Messerbetrieb übernahm und zu neuer Blüte führte. Längst sind die hochwertigen Messer nicht nur als Alltagsgegenstand, sondern auch unter extravaganten Sammlern und Liebhabern wieder in Mode gekommen. Messer, die manchmal in wochenlanger Arbeit handgefertigt werden, mit Klingen aus Damaszener-Stahl, kunstvollen Griffen und Gravuren.
Jahrelang schwelte ein Konflikt zwischen den Messermachern in Laguiole und Thiers um den Ursprung des berühmten Messers. Doch inzwischen eint beide Städte ein neuer Feind, das Billigimitat aus Asien. Und die Maîtres Couteliers, wie die Messermeister in der Auvergne genannt werden, kämpfen weiter und überzeugen mit ihrer großen Handwerkskunst und dem unverwechselbaren französischen Charme. Nach ihrer Meinung gehören auf einen gedeckten Tisch Brot, Käse, Wein und ein Taschenmesser.


 

Causse Méjean
Impressionen von den Weiten des Causse Mejéan und den Felsformationen Nîmes-le-Vieux.


 

Gorges du Tarn
Die zu Recht berühmte Schlucht des Tarn mit dem Château de la Caze und den „Bateliers de la Malène“.


 

Aubrac – Kühe, Käse, Kerle! (Arte, 2015)
Das Aubrac ist ein einsames Hochplateau vulkanischen Ursprungs, das sich über drei Departements erstreckt: Cantal, Lozère und Aveyron. Im Winter ist es eine trostlose, gottverlassene Region, im Sommer ein sattgrünes Auenland, übersät von Kräutern und Blumen, deren Vielfalt in Europa ihresgleichen sucht. Sie schmecken nicht nur den Tausenden von stolzen Aubrac-Rindern, die von Ende Mai bis Mitte Oktober das Landschaftsbild des Hochplateaus prägen und deren Glockengeläut weit ins Land hinein zu hören ist. Die Flora des Aubrac liefert auch zwei weltberühmten Sterneköchen täglich neue Inspiration: Michel und Sébastien Bras. Sie locken Feinschmecker aus aller Welt ins malerische Örtchen Laguiole, in eine Gegend, die aufgrund ihres launischen Wetters lange Zeit als eine der gefürchtetsten Stationen auf dem Jakobsweg galt. „360° – Geo Reportage“ war einen Sommer lang auf den Hochweiden des Aubrac unterwegs.
In diesem Jahr ist der Frühling spät in das Aubrac gezogen – höchste Zeit für die „Transhumance“ – den alljährlichen Auftrieb zu den Sommerweiden. Sechs Monate lang standen die Tiere überwiegend im Stall. Jetzt rückt die Freiheit näher, und man spürt: Die stolzen Aubrac-Rinder können es kaum erwarten, in die Berge und auf die Weiden zu kommen. Doch das ist nicht allein der Grund für das lautstarke Muhen. Die Aubrac-Kühe rufen ihre Kälber. Aubrac-Züchter Phillippe Boubal treibt 70 seiner Rinder in alter Tradition zu Fuß ins Hochland. Durch enge Gassen und mit ohrenbetäubendem Glockengeläut zieht die festlich geschmückte Herde durch die Dörfer und über die Landstraßen des Aubrac. Über zehn Stunden wird sie bis zu den Sommerweiden auf über 1.400 Metern unterwegs sein.
Die Ursprünge dieser französischen Hirtenkultur reichen zurück bis ins Mittelalter, als Mönche sich hier ansiedelten, die dichten Wälder rodeten und zur Speisung von Jakobspilgern eine sogenannte Transhumanz etablierten – die sommerliche Fernweidewirtschaft. Über 200 Burons waren früher in der Region aktiv. Heute sind Jean-Claude Ramon und seine Mannschaft die Einzigen, die noch nach alter Tradition den ganzen Sommer über auf der Alm bleiben.