ausdrucken Sardinien pedelon
Mit dem eBike durch den Südwesten Sardiniens. Beeindruckende Landschaften, beste Hotellerie und interessante Führungen.
+++ vier Maurenköpfe und ein Georgskreuz +++ die Entstehung des italianu porceddu +++ Šrdn, Ichnoussa, Sandalyon – eine Autonome Region im Tyrrhenischen Meer +++ Zuckerhut, Zuckerbrot oder doch ein halber Eselskopf? +++ „Gente che niuno non la intende / né essi sanno quel ch‘altri pispiglia.“ (Ein Volk, das niemand versteht und das nicht zur Kenntnis nimmt, was andere Völker sagen.) ++++ schwarze Mamuthones gegen weiße Issohadores +++ Su Componidori, die Pariglia und eine fliegende Brücke +++ von Nuraghen bewacht, mit Pinettas bestückt und von Pferden bewohnt +++ Bergbauruinen und Traumstrände +++ „Die Sarden sind römische Afrikaner wie die Berber; sie scheuen den Kontakt mit allen anderen Römern und sind ein zielstrebiges und tapferes Volk, das die Waffen nie verlässt.“ (Muhammad al-Idrisi, 12. Jh.) +++ Kaviar auf sardisch +++ wo Tunesier und Genuesen den Tabarchino hinterließen +++ bedingt abwehrbereit mit Schwertern aus Bronze +++ Pane Carasau, Cannonau und Casu Marzu +++ Unsere Tour durch den Süden Sardiniens in 7 Tagen, max. 14 Personen, eine Doppelübernachtung.
ReisepreisPreis pro Person im DZ für 7 Übernachtungen mit Halbpension, eBike, Eintritte, Transfers, Führungen: 2470 € FlugGerne sind wir Ihnen bei Suche nach passenden Flügen nach/von Cagliari behilflich. BahnDirekte Zugverbindungen zu einem der Fährhäfen sind aus Deutschland, der Schweiz und Österreich leider rar. Eine attraktive Variante wäre allerdings der „nightjet“, der Nachtzug der ÖBB, die ihr Programm sukkzessive ausweitet und auch mehr und mehr mit neuen Wagons aufwartet. Bei frühzeitiger Buchung lassen sich hier ebenso angenehme wie preislich attraktive Möglichkeiten finden, beispielsweise verbunden mit einem Aufenthalt in Rom und einer Fährverbindung vom Hafen Civitavecchia. Auskünfte unter www.nightjet.com. PKWUm mit dem Auto nach Cagliari zu gelangen, nimmt man idealerweise die Fähre von Genua oder Livorno. Beide Städte sind von München aus etwa 700 km entfernt, von Frankfurt 950 km, von Köln 1150 km, von Hamburg 1400 km, von Berlin 1300 km, von Wien 900 km und von Zürich 600 km. Nach Genua ist es etwas weniger weit, dafür ist die Fährpassage länger. TeilnahmebedingungenDas Arrangement beinhaltet oben genannte Leistungen. Es gelten unsere AGBs. Mit der Buchungsbestätigung werden die „pedelon Reiseinformationen“ versendet, die nützliche Hinweise zur Anreise nach Cagliari und sonstige Tipps rund um die Reise enthalten. Sardinien Programm
Dass Sardiniens Landschaften mit zu den schönsten des Mittelmeers gehören, dürfte seit langem zum Allgemeingut gehören. Weniger bekannt ist, dass diese Insel über kulturelle Hinterlassenschaften aus mindestens 200.000 Jahren verfügt, darunter auch solche aus Zeit der Fremdherrschaft durch Phönizier, Karthager und Römer. Anreise am Samstag nach Cagliari. Die Inselhauptstadt bezaubert mit verwinkelten Gassen, großer Architektur und ihrer traumhaften Lage direkt am Meer. Ob Shoppingtour oder Entspannung am Hausstrand Poetto: Cagliari ist eine der schönsten Ecken Sardiniens. Vom markanten Kastell aus hat man einen tollen Blick auf die Altstadt mit ihren vielen beeindruckenden Bauwerken und teilweise morbiden Charme. Die Kathedrale von Santa Maria, der Elefantenturm oder der Turm von San Pancrazio wechseln sich ab mit subtropischen Gärten und verschwiegenen Gassen. In Cagliari stehen die Zimmer im besonders geschmackvoll eingerichteten Viersterne-Hotel „Flora“ ab 15 Uhr zur Verfügung. Um 17:30 Uhr Treffpunkt in der Lobby zu einem geführten Stadtrundgang. Direkt im Anschluss geht es zum Abendessen in ein bekannt gutes Restaurant in der Altstadt.
1. Tag, Sonntag: Cagliari – Tratalias – Isola di Sant’Antioco – Isola di San Pietro (48 km)Zum eigentlichen Start der eBike Reise geht es zunächst mit dem Begleitbus ein gutes Stück raus aus dem ziemlich verbauten Umfeld der Sardischen Hauptstadt. In der „verlassenen Stadt“, einem außerhalb der in der 80er Jahren des 20. Jahrhundert wegen des nahegelegenen Stausees neu errichteten Orts Tratalias wirft man noch einen Blick auf die im Jahre 1213 geweihte, dreischiffige ehemalige Kathedrale Santa Maria di Monserrato, einem der letzten pisanischen Kirchenbauten auf Sardinien. Dort werden auch die Räder angepasst und die Tagesetappe beginnt mit einer recht gemütlichen Strecke, weitgehend im Flachen in Richtung Küste. Über einen 5 km langen Isthmus gelangt man mit Blick auf die weitläufigen Salinenbecken auf die dem sardischen Festland vorgelagerte Insel Sant‘ Antioco. Mit ihrer schroffen Felsküste, traumhaften Badebuchten und dem hübschen, gleichnamigen Hauptort ist sie so etwas wie Sardinien „en miniature“. Neben dem Salz verfügt die Insel seit dem Altertum noch über eine weit weniger bekannte Kostbarkeit: Bis heute werden die Fasern der im Mittelmeer lebenden Edlen Steckmuschel dort gewonnen. Früher war der aus Byssus oder Steckmuschelwolle gewebte Stoff, die sogenannte Muschelseide oder Meerseide, ein sehr teurer textiler Werkstoff, der vor allem im Mittelalter unter hohen kirchlichen Würdenträgern und im Hochadel sehr begehrt war.
2. Tag, Montag: Carloforte – Fluminimaggiore – Oristano (58 km)Nachdem wieder auf das sardische „Festland“ übergesetzt wird, geht es weiter entlang der Küste der „Igesiente“. Die Buchten und Naturhäfen dieser Gegend waren jahrhundertelang Schauplatz für Schiffe, die ihre Ladung an Mineralien aus den Minen abtransportierten. Immer wieder waren diese Orte von Piraten und Eindringlingen bedroht und wurden durch Festungen an strategischen Punkten verteidigt. Bis Buggerru folgt man einer Route, die faszinierende Seiten der Geschichte aufzeigt, deren Spuren die Landschaft bis heute prägen.
3. Tag, Dienstag: Oristano – Bosa (64 km)Nach einem kurzen Transfer mit dem Begleitbus erfährt man in den antiken Ruinen von „Tharros“ Wissenswertes über diese antike Stadt, von der nur noch Reste erhalten sind. Gegründet von Nuraghern, wurde der Platz von den Phöniziern zur Stadt ausgebaut und von den Puniern und Römern übernommen. Zwischen 827 und 1070 n. Chr. war sie Hauptstadt des Judikats Arborea. Ibn Dschubair berichtet bereits 1183, dass er eine Ruinenstadt gesehen habe, als sein Schiff an dem sardischen Vorgebirge vor einem Sturm Schutz suchte.
4. Tag, Mittwoch: Bosa – Santu Lussurgiu (72 km)Die vormittägliche Route folgt heute zunächst dem Temo flussaufwärts bis zu der Stelle, wo eine hypothetische phönizischen Siedlung durch das römische Bosa ersetzt wurde.
5. Tag, Donnerstag: Santu Lussurgiu – Gergei (62 km)Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem kurzen Zwischentransfer startet der Radeltag mit einem Besichtigung der Überreste einer gut erhaltenen römischen Thermalanlage mit ihren heißen Quellen. In der Vergangenheit wurde Fordongianus zu Ehren des Imperators Trajan auch „Forum Trajani“ genannt.
6. Tag, Freitag: Rundfahrt Barumini (59 km)Am Morgen besichtigt man die berühmten Nuraghen von Barumini. Seit der Urgeschichte war der heutige Ort ein Machtzentrum und wichtiger Bezugspunkt eines reichen, fruchtbaren Landstrichs, der Marmilla. Als Zeugnis dafür thront hier Su Nuraxi, der imposanteste und besterhaltene von dreißig Nuraghenstätten des Gebietes um Barumini sowie das wichtigste Erbe, das die Torre-Kultur hinterlassen hat. Das archäologische Areal umfasst einen Nuraghenkomplex und ein weitläufiges Hüttendorf, ein einzigartiger Ort, den die UNESCO 1997 zum Weltkulturerbe ernannt hat. Die beeindruckende Stätte kam im Laufe der Mitte des 20.J h. von Giovanni Lilliu geleiteten Ausgrabungen ans Tageslicht. Nach dem „Vater“ der sardischen Archäologie ist das Kulturzentrum benannt (Casa Zapata, einer ehemaligen spanischen Residenz), das sich nur wenige Schritte von der Nuraghe befindet.
7. Tag, Samstag: AbreiseDas Gästehaus „Domu Antiga“ würde sich besten eignen, um nach der eBike-Reise noch ein paar Tage zu verweilen und die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen. Wer aber schnell zum Flughafen in Cagliari möchte, dem sind die Reisebegleiter bei der Organisation der Abreise behilflich und können gegebenenfalls auch ein Sammeltaxi organisieren (nicht im Reisepreis enthalten). Für die 70 km von Gergei zum Flughafen in Cagliari braucht man mit dem Auto etwa eine Stunde. |